Das Zonensystem

Rechenscheibe

Kurzfassung:

Gibt es hier nicht!

Ausführlich:

Die Rechenscheibe
Für diejenigen, die keinen für das Zonensystem ausgelegten Belichtungsmesser haben, biete ich eine Bilddatei (PDF) zum Ausdrucken an. Es handelt sich dabei um eine "Rechenscheibe" zum selberbauen, die das Bestimmen der unterschiedlichen Zonen anhand der Messergebnisse erleichtert.
Die "Zonensystemrechenscheibe"

Zum Umgang mit der Rechenscheibe:
Machen Sie eine Belichtungsmessung eines Motivdetails, entweder mit Spotmessung oder indem Sie die Entfernung verringern. (Vorsicht, werfen Sie keinen Schatten auf das Motiv, und sein Sie bitte ebenfalls vorsichtig bei Zooms. Viele haben eine veränderliche Lichtstärke, oft stimmen deshalb die Angaben nicht, wenn Sie zoomen.)
Drehen Sie die Zone V auf der äußeren Skala unter die entsprechende Blende auf der inneren Skala. (Die Zeit sollte bei den folgenden Überlegungen fest eingestellt bleiben. Natürlich können Sie dann für die endgültige Belichtung eine andere entsprechende Zeit-/Blendenkombination wählen. Dazu könne Sie die andere äußere Skala (Zeitenreihe) benutzen.)
Falls Sie das Bild mit dieser Einstellung fotografieren, wird das Motiv in einer Helligkeit wiedergegeben, die Neutralgrau entspricht.
(Warum?)
Nun können Sie ein anderes Detail anmessen. An der Rechenscheibe können Sie jetzt unter der neu gemessen Blende ablesen, auf welche Zone dieses Detail fallen würde. Höhere Zonenwerte bedeuten mehr Helligkeit, Zone X ist meist schon Reinweiß. Umgekehrt bedeuten niedrigere Werte als V geringere Helligkeit. Zone 0 ist dann Tiefschwarz. Sie können auch die zweite Blende über die Zone-V-Markierung drehen und dann sehen, wie hell dieses erste Detail würde, wenn Sie das Ergebnis der zweiten Messung verwendeten.
Auf diese Weise können Sie die unterschiedliche Helligkeiten in Ihrem Bild in ein Verhältnis zueinander setzen.
Für den Fall, dass Sie lieber mit Zeitwerten arbeiten (und die Blende beibehalten wollen), drehen Sie einfach die innere Skala und benutzen Sie die Zeitenreihe. Der Vorgang ist im Prinzip der gleiche wie oben beschrieben.

Wenn Sie einen Schornsteinfeger vor einem Kohlenhaufen fotografieren, so haben sie ein Motiv schwarz in schwarz. Je nachdem wie hell die Beleuchtung ist, reflektiert dieses Motiv viel oder wenig Licht zum Belichtungsmesser.
Wenn der Schornsteinfeger in der Sonne steht, schickt er evtl. genauso viel Licht zum Belichtungsmesser wie ein weißer Hase im Schnee in der Dämmerung.
Für Ihren Belichtungsmesser sind dann also beide Motive annähernd gleich hell, er würde für beide Situationen die gleiche Zeit/Blendenkombination empfehlen. Er weiß ja nicht, ob Sie ein helles Motiv bei wenig Licht oder ein dunkles Motiv bei viel Licht fotografieren wollen.
Eine solche Belichtungseinstellung würde aber in beiden Fällen zu einem schlechten Bild führen, denn Belichtungsmesser für die Objektmessung sind so geeicht, dass ihre Angaben immer für ein ‚neutralgraues‘ Motiv mit 18 % Reflexion des auffallenden Lichtes stimmen. (Damit sind sie für viele Aufnahmesituationen richtig geeicht, denn oftmals sind die Motive ja aus hellen und dunklen Bereichen zusammengesetzt.)
In unserem Beispiel haben wir aber zwei Motive, die entweder überwiegend weiß oder schwarz sind und auch so und nicht in Grau wiedergegeben werden sollen.

Anmerkung


Die Graufelder auf der Rechenscheibe sollen nur einen Eindruck der Abstufung von Weiß zu Schwarz darstellen. Insbesondere ist das Grau der Zone-V-Markierung kein Neutralgrau (mit 18 % Reflexion).

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